„Ich mache das alleine, ich brauche kein Git.“ — Kenne ich. Dachte ich auch. Bis ich eine funktionierende Version eines Projekts überschrieben habe und sie nicht wiederherstellen konnte.
Git ist keine Team-Software. Git ist eine Zeitmaschine.
Was Git macht
Git speichert Schnappschüsse deines Projekts. Du entscheidest, wann ein Schnappschuss gemacht wird — das ist ein Commit. Jederzeit kannst du zu einem früheren Zustand zurück.
Die drei Bereiche
Arbeitsverzeichnis → Staging Area → Repository
(edit) (git add) (git commit)
- Du änderst Dateien
- Du wählst, welche Änderungen in den nächsten Commit kommen (
git add) - Du speicherst den Schnappschuss (
git commit)
Die wichtigsten Befehle
# Repository initialisieren
git init
# Status anzeigen — was hat sich geändert?
git status
# Dateien zur Staging Area hinzufügen
git add datei.txt
git add . # alle Änderungen
# Commit erstellen
git commit -m "Kurze Beschreibung was geändert wurde"
# Historie anzeigen
git log --oneline
Gute Commit-Messages
# ❌ nichtssagend
git commit -m "fix"
git commit -m "changes"
# ✅ beschreibend
git commit -m "Navigationslinks auf mobile verstecken"
git commit -m "Fehler beim Laden der Bilder behoben"
Eine gute Commit-Message sagt was und warum — nicht wie.
.gitignore
Nicht alles gehört ins Repository:
node_modules/
.env
dist/
.DS_Store
Eine .gitignore-Datei im Projektroot schließt diese Dateien aus.
Fazit
Du brauchst kein GitHub, kein Team und kein tiefes Verständnis von Branches, um von Git zu profitieren. git init, git add ., git commit -m "..." — das reicht für den Anfang. Der Rest kommt von selbst.